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Das Schloss zu Radeberg.*

Eine Sehenswürdigkeit für Freunde der Natur­schönheiten und des Altertums bildet das romantisch gelegene Schloß zu Radeberg, die ehemalige "Burgveste" der Stadt, seit Jahrhunderten gleichzeitig auch der Sitz des Amtsgerichtes. Niemand sollte versäumen, bei einem Besuche der Stadt auch das Schloß zu besichtigen. Dasselbe liegt am östlichen Ende der Stadt und erhebt sich auf Granitfelsen am rechten Ufer der Röder, unmittelbar am Eingange zum schönen Hüttertale. Das Schloß ist zum Teil in Felsen eingebaut, und die Stufen zum Amtsgericht führen durch eine Felsengasse hinauf. Die Lage des Schlosses ist eine höchst anmutige. An der südöstlichen Seite führt durch ein Ausgangstor aus dem oberen Stockwerk ein breiter, gepflasterter Gang, der sogenannte Fürstengang, längs des Schlosses abwärts an den Fluß des Burgberges zur Schloßmühle. Dieser Fürstengang diente den Bewohnern des Schlosses zum Aus- und Eingange in die Burg und wird noch heute benützt. Es dürfte wohl selten ein anderes Schloß einen derartigen Aufgang haben.
 
Am östlichen Fuße der Burg, also im hinteren Teile des äußeren Burghofes, steht auf einem Felsvorsprunge noch ein halbverfallener Turm, der Eulenstein genannt. Derselbe soll ein Rest des früheren Schlosses sein, das auf dem gegenüberliegenden Schloßberge gestanden habe. Noch im vorigen Jahrhundert diente der Eulenstein als Gefängnis für schwere Verbrecher.
 
Um das jetzige Schloß lag vor Zeiten der Tiergarten, und noch heute wird der Platz, den er ehemals einnahm, so genannt. An der südwestlichen Seite des Schlosses befindet sich der alte Schloßteich, in dessen Mitte eine bepflanzte Insel bemerkbar ist. In früheren Zeiten wurden hier Schwäne gehalten. Der Garten, welcher hinter dem Schl­osse liegt, hieß ehemals der Zwinger. Die in der Nähe des Schlosses zu beiden Seiten des einstigen Schloßtores der Stadt und nach dem früheren Oberorte hin gelegenen Bürgerhäuser werden von altersher "das Burglehen" genannt.
 
Das Schloß zu Radeberg hat auch für Freunde der schönen Literatur ein gewisses Interesse; denn hier wurde der Dichter und Schriftsteller August Friedrich Ernst Langbein am 6. September 1757 geboren, dessen Vater Justizamtmann in Radeberg war. Über dem Eingangstore zum Schlosse befindet sich eine in Erz gegossene Gedenktafel mit folgender Inschrift:

"Hier wurde am 6. Sept. 1757 der Dichter
 August Friedrich Langbein geboren."
 
Das gegenwärtige Schloß zu Radeberg wurde vom Herzog Moritz von Sachsen, dem späteren Kurfürsten, in den Jahren 1543 bis 1546 erbaut und erhielt von ihm, da es auf Felsenklippen aufgebaut war, den Namen "Klippenstein". Die Baukosten betrugen, wie alte Urkunden melden, 3240 Meißnische Gulden, 17 Groschen und 3 Pfennige.
Vom Erbauer wurde der Klippenstein zu einem Jagdschlosse bestimmt, sowie zu einem Grenzhause und zum Sitze der Amtsexpedition.
Die am Fuße des Felsens gelegenen Gebäude, welche noch heute das eigentliche Schloß kreisförmig umschließen, dienten als Amtshaus und wurden später zu Wohnungen für den Schloßtorwärter und den Amtsfrohn, sowie zu Gefängnissen und Stallungen eingerichtet. Noch heute wohnt hier der Amtswachtmeister; auch befinden sich in diesen Gebäuden seit vielen Jahrzehnten die Gefängniszellen.
 

Schloß Klippenstein

war ein Lieblingsaufenthaltsort des Kurfürsten Moritz. Jedes Jahr weilte er hier mehrere Tage und hielt in der waldreichen Umgebung große Jagden ab. Damals war die Gegend noch überaus reich an Wild. In den umfangreichen Waldungen gab es außer Hirschen und Rehen auch wilde Schweine, Wölfe, Luchse und Bären.
 
Im Jahre 1715 wurde ein steinerner Turm des Schlosses, nachdem er am 25. Mai 1603 bei einem furchtbaren Gewitter infolge eines Blitzes arg beschädigt und recht baufällig geworden war, bis auf den Grund abgetragen. In diesem Turme befand sich die Schloßuhr, die seit jener Zeit dem Schlosse fehlt. 1772 erhielt die Burg eine neue Bedachung.
 
Dem Schlosse schräg gegenüber, am linken Ufer der Röder, liegt der jetzige Schloßgarten. Derselbe wurde nach dem siebenjährigen Kriege vom damaligen Justizamtmanne Ludwig Langbein, dem Vater des Dichters Langbein angelegt, mit Lusthäusern, Statuen und Springbrunnen versehen. Hier befanden sich vordem die sogenannten Lehden, kahle Abhänge. Beim Anlegen dieses Gartens stieß man auf allerlei Mauerwerk von ehemaligen Gebäuden und Kellereien. Hier standen in früheren Zeiten die Wohnung für die Jäger, dazu die umfangreichen Hundeställe, in denen die zahlreichen Hunde verpflegt wurden, die man in damaligen Zeiten bei den großen Treibjagden brauchte. Darum nannte man diesen Platz "bei dem Hundestalle".
Noch heute ist den älteren Bewohnern der Stadt der Name "Hundezwinger" bekannt, womit man die früheren Lehden im linken Röderufer, bezeichnete.
 
Schon vor Erbauung des gegenwärtigen Schlosses stand in Radeberg eine Burg. Dieselbe wurde aber im Hussitenkriege 1430 dem Erdboden gleichgemacht. Über den Standort des alten Schlosses gehen die Meinungen aber auseinander. Allgemein wird angenommen, die Burg habe auf dem Schloßberge gestanden, welcher am rechten Ufer der Röder dem jetzigen Schlosse gegenüberliegt und nur durch eine schmale Felsengasse, durch welche ein Weg vom Rödertale aus an Scheunen vorbei nach dem Schützenhause führt, getrennt ist. Die noch vorhandene Turmruine sei ein Überrest der ehemaligen Burg. Hier soll der westliche Turm des alten Schlosses gestanden haben, so daß diese Ruine das Westende desselben darstelle. Die Gasse wurde später durch die Felsen gebrochen. Diese Turmruine muß im 17. Jahrhunderte auch bedeutend höher gewesen sein, als gegenwärtig; denn eine Amtsordnung im Lichtenberger Gemeindearchive meldet deren Abtragung vom Jahre 1692. In dieser Verordnung wird die bezeichnete Ruine "der alte Turm" genannt.
 
Daß der Schloßberg in den frühesten Jahrhunderten bewohnt gewesen ist und verschiedene Gebäude getragen hat, kann niemand leugnen; denn wiederholt hat man dortselbst alte Mauerreste, Wälle, Gräben und sonstige Denkmäler aus vergangenen Zeiten aufgefunden. Wann und von wem aber die alte Burg Radeberg erbaut worden ist, weiß niemand. Alte Urkunden schweigen darüber, und selbst die Sage berichtet nichts.

Der Dichter August Friedrich Ernst Langbein war seiner Zeit ein beliebter Romanschriftsteller. In ihm floß eine humoristische Ader. Er besaß einen guten und gesunden Mutterwitz, der ihn überall sofort einführte und beliebt machte. Langbein hatte die Fürstenschule zu Meißen besucht. Seit dem Jahre 1777 studierte er die Rechte in Leipzig und trat 1781 als Aktuar in das Justizamt zu Großenhain ein. Im Jahre 1785 wandte er sich nach Dresden. Hier trat er anfangs als Sachwalter auf, wurde aber nach Verlauf eines Jahres bei dem Geheimen Archive als Kanzlist angestellt.
Im Jahre 1800 zog er sich in’s Privatleben nach Berlin zurück und lebte nur seiner Dichtkunst und Schriftstellerei. Daselbst wurde ihm 1820 das Amt eines Zensors der schönwissenschaftlichen Schriften übertragen.

 

Quellenangaben:
* Was die Heimat erzählt.
Sagen, geschichtliche Bilder und denkwürdige Begebenheiten aus Sachsen,
Seite 13 bis 15
Verlag    Arwed Strauch,
Leipzig  1904

Friedrich Bernhard Störzner
Das Schloss zu Radeberg

Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den 1. und 2. Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.


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Radeberg Schloss

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Die Sage vom Lilienstein, dem großen Schatz von goldenen Aepfeln und Birnen auf goldenem Tisch ... Der Lilienstein, ein dem Königstein gegenüberliegender hoher Fels, der von ferne gesehen, ganz von der Elbe umflossen zu sein scheint, muß früher bewohnt gewesen sein, wie man noch heute aus gewissen Merkmalen abnehmen kann. Man erzählt sich, daß einige Personen, welche aus Neugierde denselben betreten hätten, plötzlich einen Keller mit einer eingemauerten Thüre vor sich gesehen, aus Furcht aber nicht hineingegangen wären, sich jedoch den Ort so genau angemerkt, daß sie ihn, wenn sie wieder zurückkehrten, eigentlich ohne Mühe hätten finden müssen. Gleichwohl haben sie später weder ihr gemachtes Merkmal, noch Ort, noch Keller wieder erkennen können. Es soll sich aber in demselben ein großer Schatz, eine ganze Braupfanne voll Ducaten befinden und einige Personen, welche den Ort entdeckt hatten und den Schatz zur Nachtzeit heben wollten, sind von den gespenstigen Wächtern vom Felsen herabgeworfen und am andern Morgen am Fuße desselben, obwohl unbeschädigt, wieder aufgefunden worden. Einst ist eine arme Frau aus Walthersdorf mit ihrem Kinde auf den Lilienstein in die Beeren gegangen, da bemerkt sie plötzlich am Berge eine offene Thüre und sieht in dem Gewölbe, welches diese verschließt, eine Menge Goldhaufen liegen; sie setzt also das Kind auf einen dabei stehenden goldenen Tisch, rafft emsig so viel von den Haufen, als sie in ihrer Schürze fortbringen kann, auf und eilt damit, ihr Kind zurücklassend, nach dem draußen stehenden Korbe. Als sie aber umkehrt, findet sie die Thüre nicht mehr und muß also auch ihr Kind als verloren ansehen. Nach Verlauf eines Jahres geht sie aber an demselben Tage und zu derselben Stunde wieder an den nämlichen Ort, findet auch die Thüre wieder und erhält auch ihr Kind unversehrt, welches auf dem Tische mit goldenen Aepfeln und Birnen spielt, gleichsam als wäre seitdem nur ein Augenblick verflossen, zurück. Von Dr. Johann Georg Theodor Grässe aus Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Erschienen in Dresden 1874 ...
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